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Sabine Zissener will in den Bundestag
CDU-Politikerin aus Gebhardshain kündigte ihre Bewerbung gestern Abend im Kreisvorstand an - Erfahrung im EU-Parlament
(Rhein-Zeitung 01.12.2007)
 
Will in den Bundestag:
Sabine Zissener.

Foto: Bongard

 
Das Ticket nach Berlin ist begehrt: Neben den beiden bereits bekannten CDU-Bewerbern kündigt nun auch eine Politikerin aus dem Kreis Altenkirchen ihr Interesse an einem Bundestagsmandat an.
KREISGEBIET. Sabine Zissener aus Gebhardshain will im Jahr 2009 Bundestagsabgeordnete werden. Die CDU-Politikerin hat gestern Abend im Kreisvorstand ihrer Partei erklärt, dass sie die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing herausfordern möchte. Damit stehen der CDU im Wahlkreis 199, der sich aus den Kreisen Altenkirchen und Neuwied zusammensetzt, nun schon drei Bewerber für eine Kandidatur zum Bundestag zur Verfügung: Neben Zissener sind dies die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Erwin Rüddel (Windhagen).
"Ich habe parlamentarische Erfahrung, die ich wieder einbringen möchte", erklärt Zissener unserer Zeitung. Die 37-jährige CDU-Politikerin war in den Jahren 1999 bis 2004 Mitglied des Europaparlaments. Von Berlin aus könne sie die Region in Zukunft tatkräftig unterstützen, etwa in der Familienpolitik, in Sachen Infrastruktur und Verkehrspolitik. "Ich möchte alles dafür tun, dass unsere Region lebenswert bleibt."
Nachdem sie die Bewerbung zunächst mit ihrer Familie diskutiert hatte, erklärte sich die Mutter eines dreijährigen Sohnes am Donnerstagabend im Gemeindeverband Gebhardshain und nun im Kreisvorstand. "Viele Parteifreunde sind an mich herangetreten und haben mich zu einer Kandidatur aufgefordert", sagt die gelernte Arzthelferin.
Ob ihre Partei bessere Chancen hat, wenn nicht ein Mann, sondern eine Frau Sabine Bätzing herausfordert, wollen wir von Sabine Zissener wissen. Die Antwort: "Das müssen die Wähler entscheiden. Auf jeden Fall wird es ein Wettbewerb der Ideen." Wenn nun zwei Bewerber aus dem AK-Land kommen, so schmälere dies keineswegs die Chancen für den Altenkirchener CDU-Kreisverband, seinen Kandidaten oder seine Kandidatin gegen einen Bewerber aus dem Kreis Neuwied durchzusetzen. Zissener: "Es hat schon öfter mehrere Bewerber gegeben. Es ist doch kein Schaden, wenn eine Partei zeigen kann, dass sie mehrere gute Leute hat. Ich gehe davon aus, dass dies ein fairer Wettbewerb sein wird."
Den gemeinsamen Fahrplan für die Kandidatennominierung hatten die beiden Kreisverbände bereits im Oktober festgezurrt: Bis Jahresende können sich alle Interessenten melden, im Januar werden die Namen der Bewerber in einer gemeinsamen Vorstandssitzung bekannt gegeben. Von Mitte Februar bis Ende April haben sie dann die Möglichkeit, sich dem Parteivolk vorzustellen. Endgültig nominiert wird der Kandidat oder die Kandidatin für den Bundestag am 19. Juni 2008 in einer Wahlkreisdelegiertenkonferenz.
Zissener bekleidet eine Reihe von Ämtern in ihrer Partei: Sie ist stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, arbeitet im Landesvorstand der Union, im Bundesvorstand der CDA und ist Kreisvorsitzende der Frauenunion. Sollte sie Bundestagskandidatin werden, wird dem Kreisvorsitzenden Dr. Josef Rosenbauer keine Konkurrenz erwachsen. Zissener: "Die Frage nach dem Kreisvorsitz stellt sich nicht. Der jetzige Vorsitzende ist mit vielen Stimmen gewählt worden."
Text: Michael Stoll