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| CDU Stadtverband Wissen |
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| Werte die das Zusammenleben der
Völker und Staaten bestimmen sollten, waren in Deutschland durch die
politische Führung des Nazi-Regimes missachtet worden. Die Folge waren
ein völkermordender Krieg und der totale Zusammenbruch des wirtschaftlichen
und politischen Lebens. Nach der Kapitulation 1945 waren zunächst
die Besatzungsmächte für den neuen wirtschaftlichen und politischen
Aufbau verantwortlich. |
So blieb denn auch bis zum Ende
des Jahres 1946 die Verantwortung in Wissen ausschließlich in den
Händen der französischen Besatzungsmacht. Am 22. Dezember 1945
erließ die französische Besatzungsmacht für den Bereich
des jetzigen Landes Rheinland-Pfalz die Verordnung Nr. 23, in der folgendes
bestimmt wurde:
„Die Gründung politischer Parteien
demokratischen und antinationalsozialistischen Charakters wird gestattet.“ |
| Bereits am 14. Februar 1946 entstand
in Koblenz die erste Christlich Demokratische Partei unter der Leitung
des späteren Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz Dr. Peter
Altmeier. Zu dem Kreis um Peter Altmeier gehörten auch Bürger
unseres Heimatortes, ehemalige Mitglieder der Zentrumspartei sowie anderer
Splitterparteien der Weimarer Republik, die aus ihrer Verantwortung heraus
die Prinzipien christlichen und sozialen Gedankenguts in einem neuen Staat
verwirklichen wollten. |
| Zu ihnen gehörten u.a. Dr.
Heinrich Heinen, Frau Josefine Dörner, Ferdinand Schmidt, Hubert Deipenbrock
sen., Walter Stahl (Schönstein), Heinrich Bender, Josef Alof und Engelbert
Demmer. Das Bemühen dieser Gruppe führte bereits im April dieses
Jahres 1946 zur Gründung eines Ortsverbandes der Christlich Demokratischen
Partei in Wissen-Schönstein. Als ersten Vorsitzenden wählte die
Gründungsversammlung Engelbert Demmer aus Wissen. |
| Gleich nach der Gründung begann
auch die parteipolitische Arbeit und die Werbung neuer Mitglieder. In den
anstehenden Versammlungen der jungen Partei ging es um die Diskussion des
Parteiprogramms und es begannen die Vorbereitungen für die am 13.
Oktober 1946 stattfindenden Kommunalwahlen zu den Gemeindevertretungen.
Bei einer regen Wahlbeteiligung errang die CDP in den Gemeinden Wissen
und Schönstein weit mehr als 60 % der Stimmen und wurde somit in die
Verantwortung für diese beide Gemeinwesen gestellt. |
| Die Nachkriegsjahre waren geprägt
von den Kriegsfolgen. Abgaben und Leistungen der Gemeinden und der Bürger
waren weithin bestimmt durch die Anordnungen der Militärregierung.
Der wirtschaftliche Aufschwung wurde eingeleitet durch die Währungsreform
am 20. Juni 1948. |
| Inzwischen hatte die CDP ihren Namen
in CDU („Christlich Demokratische Union“) geändert. Die Union setzte
erfolgreich ihre Arbeit fort und so war es möglich, dass auch in den
am 14.11.1948 gewählten Gemeindeparlamenten die CDU mit absoluter
Mehrheit einziehen konnte. |
| Erste Landtagsabgeordnete im Lande
Rheinland-Pfalz wurde Frau Josefine Dörner aus Schönstein. Im
Jahre 1971 gelang es auch Ulrich Schmalz aus Wissen, einem in der JUNGEN
UNION aktiven Mitglied der CDU, ein Landtagsmandat zu erringen. |
| Die intensiv geführte Parteiarbeit
und das Vertrauen der Bevölkerung in die Arbeit der Partei, zeigte
sich u.a. in den weiteren Wahlen (Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen),
bei denen die CDU stets die Mehrheit erringen konnte. Unter den Vorsitzenden
Engelbert Demmer, Ferdinand Schmidt, Paul Schmitz, Gerhard Fabry, Willi
Grätsch, Rudolf Herzog, Berthold Stentenbach, Richard Schmidt, Ulrich
Schmalz, Manfred Steinmann und Bernd Jäger, entwickelte sich der Ortsverband
in den 35 Jahren seit seinem Bestehen kontinuierlich und war im Jahre 1981
mit 360 Mitgliedern der Stärkste im Kreisverband Altenkirchen der
CDU. |
| Die Parteiarbeit wird getragen von
den turnusmäßig stattfindenden Versammlungen, bei denen bundes-,
landes- und kommunalpolitische Themen diskutiert werden, Aussprachabende
der Fraktion und den Organisationen der JUNGEN UNION und Frauenvereinigung.
In speziellen Arbeitskreisen werden kommunalpolitische Probleme behandelt
und Arbeitshilfen den Fraktionen zur Verfügung gestellt. |
| Die Arbeit aller aktiven Mitglieder
wird getragen von einer christlichen und sozialen Verantwortung für
unsere Gemeinde und unseren Staat zum Wohle aller Bürger. |
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von Richard Schmidt (Schönstein)
und Bernd Jäger (Wissen)
Wissener Heimatbuch 1982 |